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BICOM - Promoting bilingual and intercultural competencies in public health

Gegenstand der zweijährigen europäischen Lernpartnerschaft BICOM – Promoting Bilingual Competencies in Public Health (Projekt AZ: 05-DEU03-S2G01-00094-1; Laufzeit: 1. August 2005 bis 31. Juli 2007) war das sog. ad hoc-Dolmetschen im Gesundheitswesen.

Die medizinische Betreuung von PatientInnen, die die Sprache des Landes, in dem sie leben, nicht wie eine Muttersprache beherrschen, wird zunehmend eine Herausforderung im europäischen Gesundheitswesen. Pflegepersonal ist nicht dazu ausgebildet, professionell in mehreren Sprachen zu kommunizieren, so dass im Gesundheitsalltag häufig zweisprachiges Pflege- oder Betriebspersonal, Angehörige der Kranken oder externe freiwillige Sprachmittler als so genannte ad hoc Dolmetscher herangezogen werden. In einigen Ländern stehen teilweise professionelle Dolmetschdienste zur Verfügung, dennoch spielt die oben skizzierte Form des ad hoc Dolmetschens in ganz Europa eine zunehmend große Rolle. Das wirft Fragen auf, wie z.B: Welche sprachlichen, interkulturellen und sozialen Kompetenzen sind für einen gelungenen Dolmetscheinsatz im Gesundheitsbereich wichtig? Welche Dolmetsch- und Mediationsangebote werden in den verschiedenen Ländern bereitgehalten? Welche Fortbildungen und Schulungen sind für (ad hoc) DolmetscherInnen bereits entwickelt worden? Welche Bedarfe für Fortbildungen und Anerkennung der Kompetenz Zwei-oder Mehrsprachigkeit gibt es?

Unter der Koordination von dock europe und in Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich Mehrsprachigkeit der Universität Hamburg und Projektpartnern aus Italien, England und den Niederlanden beschäftigten sich LinguistInnen, SoziologInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen, (ad hoc) DolmetscherInnen, MediatorInnen und Bildungsschaffende im Rahmen der Grundtvig2-Lernpartnerschaft BICOM mit den aufgeworfenen Problemfeldern.

Aus dieser äußerst gelungenen Partnerschaft ist das Nachfolgeprojekt GRUNDTVIG - Multilaterale Partnerschaft TRICC (Training Intercultural and Bilingual Competencies in Health and Social Care) hervorgegangen.

Zur Projektwebsite: www.bicom-eu.net